Gewinnermittlung

entsprechend den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Vorschriften erstellen wir für Freiberuflern oder Gewerbetreibenden die jährlichen Gewinnermittlungen.

Für Freiberufler

ist das Handelsgesetzbuch nicht anzuwenden. Von daher können diese zwischen einer Gewinnermittlung durch Saldierung von Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben innerhalb eines Wirtschaftsjahres oder der Gewinnermittlung durch Bilanzierung wählen. Bei der Bilanzierung werden die einem Wirtschaftsjahr wirtschaftlich zuzurechnenden Erlöse den entsprechenden Aufwendungen unabhängig von der Vereinnahmung oder Bezahlung gegenübergestellt. Hierdurch können sich bei gleicher Geschäfts- und Ertragslage deutliche Verschiebungen in der Höhe des zu ermittelnden Gewinnes von einem Jahr zum anderen ergeben. Obwohl hier im Einzelfall steuerliche Gestaltungsspielräume gegeben sind, wird von dieser einfachen Möglichkeit der Kumulierung oder Verlagerung von Gewinnen in der Praxis oft kein Gebrauch gemacht mit der Begründung eine Bilanzierung sei komplizierter und teurer. Allein die Entscheidung und die sich daraus ergebenden Kosten und Steuerbelastungen sollten dem Mandanten aufgezeigt werden.

Für Gewerbetreibende

für die das Handelsgesetzbuch gilt, besteht eine gesetzliche Bilanzierungsverpflichtung. Ausnahmen sind lediglich Kleingewerbetreibende, die nicht im Handelsregister eingetragen sind. Diese können ebenfalls zwischen einer Gewinnermittlungsart nach der sogenannten

Einnahmen/Überschussrechnung oder der
Bilanzierung

wählen. Hier gelten dieselben Wahlrechte und Konsequenzen wie für die Freiberufler.


Form, Inhalt und Bewertung

Sind bei den Gewinnermittlungen gesetzlich reglementiert.
Insbesondere bei Einnahmen/Überschussrechnungen ist erstmals für 2005 diese in Form der Anlage EÜR zu erstellen. Mit dieser wird der Finanzverwaltung durch die standardisierte Form umfangreiche Zusatzangaben und Vergleichsmöglichkeiten ein tieferer Einblick in das Unternehmen gewährt als wie dies in der Vergangenheit üblich war. Auch dies kann ein Grund sein, zur Gewinnermittlung mittels Bilanzierung zu wechseln.

Darüberhinaus gibt es Bewertungsspielräume, die im Rahmen der Jahresabschlussarbeiten mit den langfristigen Gewinnerwartungen der Mandanten und den Erwartungen an die gesetzlichen Änderungen abgestimmt werden müssen.

Ferner sind die Jahresabschlüsse heute Grundlage für das Rating der Banken. Im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses kann auf die Bilanzstruktur kaum noch Einfluss genommen werden. Eine Bilanzstruktur mit der Gewichtung Eigenkapital / Fremdkapital / Anlagenintensität / Liquiditätsgrad ist langfristig zu planen und durch entsprechende unterjährige Steuerung zu beeinflussen. Hier ist neben der Bilanzerstellung eine langfristige Strategie mit den Unternehmen abzustimmen.


Grad der Jahresabschlussarbeiten

Den Umfang der Jahresabschlussarbeiten bestimmen Sie durch die Auftragserteilung. Das einfache Erstellen eines Jahresabschlusses aufgrund der von Ihnen vorgelegten oder von mir gefertigten Buchführung ist gesetzlich ausreichend und die rein monetär günstigste Form. Die Beauftragung von zusätzlichen Beratungsleistungen oder Prüfungshandlungen im Zusammenhang mit der Erstellung des Jahresabschlusses erhöht das Vertrauen der Banken in den Jahresabschluss und bringt den Unternehmen zusätzliche Erkenntnisse aus der Jahresabschlusserstellung die in vielen Fällen zu internen Verbesserungen und Kostenersparnissen führen.

Hiervon sind insbesondere die nachstehenden Gebiete betroffen:

 

Risikofrüherkennungssystems
Internes Controlling
Kostenrechnung
Auftragsplanung und –steuerung
Warenwirtschaft